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Drogenmathematik (03.06.2011)

Da ja die Länder rund um den Globus in Geldnot sind, könnte man sich ja nach alternativen Einnahmequellen umsehen.
Laut "Öffentliche Sicherheit", dem Magazin des Innenministeriums (Nr. 12/1999 - beim BMI leider nur bis 2000 zugänglich) werden weltweit geschätzte 20.000 - 30.000 Tonnen Cannabis produziert. Davon 100 in der Schweiz, gehen wir mal davon aus dass es in Österreich gleich wäre. Bei einer Steuer von 2,- pro Gramm wären das 2 * 1000 * 1000 = 2 Mio. Euro pro Tonne, also 200 Mio. Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Das ist realistisch, in den Niederlanden sind es 400 Mio. Euro jährlich, bei doppelt so vielen Einwohnern.
Dazu kommen noch die Kosten der Kriminalisierung - Polizeieinsätze, Gerichtsverfahren, Inhaftierungen: Auf hanflegal.ch werden zwei Studien angeführt. Eine kommt auf 1 Mrd. Franken, die andere auf 106 Mio. Franken. Schätzen wir einfach dass es tatsächlich 500 Mio. Franken sind, also 410 Mio. Euro. Die Schweiz hat höhere Einkommen, also 350 Mio. Euro für Österreich.
Das macht zusammen 550 Mio. Euro pro Jahr, minus 50 Mio. Euro Verwaltungsaufwand: Macht jährlich grobe 500 Mio. Euro die Österreich zusätzlich zur Verfügung hätte.

Um eine Größenordnungen zu haben:
Die Universität Wien hatte 2004 nur 243 Mio. Euro zur Verfügung.
Die ÖBB haben 2010 340 Mio. Euro Verlust eingefahren.

Negative Effekte gibt es kaum: Niederländer konsumieren weniger Cannabis als der EU-Durchschnitt, und weniger von ihnen schwenken auf harte Drogen um. Die Zahl der Drogentoten ist unter den niedrigsten in Europa. Die Quasi-Legalisierung in Portugal zeigt sehr ähnliche Resultate.

Der Drogenkrieg in Mexiko dreht sich hauptsächlich um Cannabis, und 2010 sind - alleine in Mexiko - geschätzte 15.273 Menschen gestorben. Derzeit bekriegen sich in einem Pariser Vorort gerade zwei Banden, der Bürgermeister würde gerne Cannabis legalisieren. Wieso nur haben vor allem Länder mit einer scharfen Drogenpolitik die größten Probleme? Wieso lernt niemand aus den Zeiten der Prohibition? In Europa sind die Probleme eher vernachlässigbar, aber als US-Amerikaner oder Mexikaner wäre ich stinksauer. Vor allem, weil ja die eigenen Behörden extra-Kohle durch die Zusammenarbeit mit Drogenbanden verdienen.

Interessant ist auch wie der internationale Drogenhandel überhaupt entstand. Die Handelsschiffe brachten Tee und Seide von Asien nach Europa. Auf dem Hinweg waren sie leer, darum suchte man nach profitablen Gütern - und kam auf Opium. China wollte das verbieten, aber England und Frankreich zwang sie in zwei Opiumkriegen, Opium zu akzeptieren...



Iran will das Internet abschalten und auf eine nationale halal-version umstellen

Fünf 9/11-Verdächtige werden nun endlich angeklagt, vor einem Militärtribunal in Guantanamo. Nach 8-9 Jahren Haft. Was hat Obama nochmal versprochen...?

In Guantanamo sind hunderte Unschuldige jahrelang gesessen. Die Unschuld war lange vor deren Entlassung bekannt. Dass in Abu-Ghuraib knappe hundert Menschen zu Tode gefoltert wurden sagte ich ja schon mal.

In Spanien hat die Polizei friedliche Demonstranten verprügelt. Die sitzen am Boden, die Polizei drischt los.

2007: Banküberfall in Österreich. Das volle Programm: Vom Nachbargebäude wird durch Lautsprecher EAV: Ba-Ba-Banküberfall gespielt. Eine Delegation des russischen Innenministeriums kommt vorbei. Und ein "Österreich"-Reporter ruft bei der Bank an, und plaudert mit einem Geisel und dem Geiselnehmer über Zigaretten und versperrte Toiletten.

AOL hatte vor langer Zeit alle Suchdaten von Benutzern gespeichert und online gestellt. Falls jemand einen Vorgeschmack auf Vorratsdatenspeicherung haben will kann er sich diese Suchhistorie ansehen. Eine tolle Story: Sie wird schwanger, er will das Baby nicht. Sie sucht zwar nach Umstandskleidung und Kinderbetten, später wirds trotzdem die Abtreibung, in charlotte, nc. Das sind jetzt nur die Suchanfragen. Bei der Vorratsdatenspeicherung wird um einiges mehr gespeichert.

Prostitution is illegal - but Porn is not!

Das Ende der Produktivitätssteigerung: Exxon Mobile, Spain hat einen Angestellten. Er bekommt 44.000 Euro Gehalt. Der Gewinn von Exxon Mobile, Spain: 5 Milliarden Euro.

In den USA: Mutter spritzt 8-jähriger Botox.

Für alle Facebook- & Co-User gibts ein paar Nachrichten:
Datenverlust bei Google Blogger, Facebook gibt private Daten preis, Google Konten-Daten öffentlich abrufbar, Dropbox erlaubt US-Behörden Zugriff auf Benutzerdaten, Twitter gibt Userdaten an US-Behörden weiter.
Vor ein paar Jahren war das ja der große Skandal in China. Yahoo hat die IP eines Dissidenten rausgegeben, der wurde dann inhaftiert. Ich habe zu der amerikanischen Regierung aber nicht sonderlich mehr Vertrauen als zur chinesischen. Mit illegalen Entführungen auf Auslands-Territorium, der Todesstrafe, Angriffskriegen und Foltergefängnissen ist das in etwa die gleiche Stufe an Dekadenz.


Sagt der Standard bzw. Plagiatsjäger Stefan Weber. Man kann beim Standard das Gutachten runterladen, und die Sache ist sehr eindeutig. Heute ist ein schöner Tag. Hoffentlich ist die einzige Meldung über Hahn die ich hier noch verlinke die seines Rücktritts.


Here is a script that imports the ratings and playcounts from Rhythmbox into Banshee.

Usage
1. Import all your music into Banshee (if you haven't yet done so)
2. Edit the python script and change the location of the banshee and rhythmbox database*
3. Run the script (can take some minutes)

* on Ubuntu 11.04, the paths are:
/home/username/.config/banshee/banshee.db
/home/username/.local/share/rhythmbox/rhythmdb.xml


Die EU hat ihren Bürgern die Vorratsdatenspeicherung aufs Auge gedrückt. Ein klarer Schritt zur Reglementierung des Internet und Überwachung der Bürger.

Dieses Internet, wie geht das nur weiter? Laufend blamieren sich Experten und Marktforschungsinstitute mit Internet-Prognosen. Wer hat Wikipedia vorhergesehen, wer Online-Shopping, Wikileaks und soziale Netzwerke? Niemand.

Aber das wird sich ändern, ab sofort ist die Zukunft heute schon ein alter Hut. Die EU investiert 600 Mio. Euro, um das Internet der Zukunft zu erforschen. Die € 15.7 Mio fürs Cloud-Computing waren nämlich nicht ausreichend.

Die Ziele der Forschung:
- Schutz der Privatsphäre. Von denen die uns überwachen.
- schnelle Netzanbindung für alle EU-Bürger (wie wärs mit Leitungsausbau..?)
- Cloud Computing (aber SOWAS von Zukunft!)
- die proprietären Barrieren überwinden. Wieviele Rechner der EU laufen unter Linux? Wer wird beauftragt, die proprietären Barrieren zu überwinden? Die Unternehmen, die diese schaffen - mit public-private partnershipts. Herrlich! Das ist fast so gut wie die USA, die finden dass Firmen ihre genmanipulierten Produkte einfach selbst auf die Gefährlichkeit überprüfen sollen.

Auf der einen Seite wird das Internet also reglementiert und überwacht, und auf der anderen Seite erforscht man die Vermeidung von Barrieren und den Schutz der Privatsphäre. Man setzt 600 Mio. Euro in den Sand, während Universitäten finanziell verhungern - ein voller Erfolg.


Es ist ein Diplomingenieur geworden. Gestern hab ich die Zeugnisse geholt die schon ein Weilchen auf der TU herumlagen. Ich dachte ja dass ich nach dem Master-Studium ein master-of-irgendwas werde, und sie die alten Titel abgeschafft haben - aber nein. So wie die einheitlichen ECTS-Credits sinnvollerweise in jedem Land unterschiedlich viel wert sind haben sie auch die Anpassung der Titel nicht geschafft. Außer Verwirrung, Verschul(d)ung und Unfrieden ist da nicht viel erreicht worden. Das Beste ist aber dass nicht mal der Staat Österreich die von ihm beworbenen Bachelor-Absolventen anerkennt. Die bekommen die gleichen Verträge & Gehälter wie Maturanten.

Das Pensions-Problem (03.05.2011)

Die Leute gehen zu früh in Pension. Jetzt haben sich die schlausten Köpfe Österreichs überlegt was man dagegen unternehmen könnte. Die Lösung: Man soll alle beim AMS arbeiten lassen!

Im Detail sieht der Maßnahmenkatalog so aus:
- ab 40 kommt man beim AMS in einen "Senioren-Pool" (=zusätzlicher Aufwand, kein Nutzen)
- Das AMS soll Eingliederungsbeihilfen und besondere Beratung leisten (=zusätzlicher Aufwand, kein Nutzen)
- Das AMS soll Rehabilitationshilfen anbieten
- Das "Fit für die Zukunft"-Programm der Wirtschaftskammer wird ausgebaut
- Es gibt mehr Zuschüsse für Unternehmen, die Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen weiter beschäftigen (=zusätzlicher Aufwand, fragwürdiger Nutzen)

Alles Maßnahmen, die volkswirtschaftlich garantiert nichts bis wenig bringen, aber viel kosten. Wie wärs stattdessen mit:
- Pensionsantrittsalter erhöhen
- Pensionsauszahlungen kürzen
- Gesetzliche Arbeitszeit verkürzen (wieso ist das eigentlich nie im Gespräch?)
- vermeiden dass Beamte massenhaft in Frühpension geschickt werden
Davon ist natürlich keine Rede. Sowas macht man erst wenn der Staat pleite ist, und von kreditgebenden Nachbarländern und dem IWF dazu gezwungen wird.

Ich bin ja dafür dass man das AMS komplett zusperrt. Man kann ja die Online-Jobbörse lassen, und in jedes AMS ein paar PCs mit Gratis-Internet hinstellen. Mit dem gesparten Geld könnte man ein paar echt sinnvolle Dinge machen! Laut dieser Tabelle sind die arbeitsmarktpolitischen Ausgaben Österreichs über 2 % des BIP. Es wäre interessant wieviel davon für Webdesign-Kurse & Bürokratie draufgeht, und wieviel für Arbeitslosenbeihilfe. Aber das zusammen ist deutlich mehr als alle Universitäten & FHs kriegen (~1.3 %).
Bei der Gelegenheit kann man das GIS gleich mit zusperren. Gebühren-Informations-Service, Neusprech vom Feinsten!


Bei jeder Webseite mit Facebook-Zeug (social plugin, like-button, ..) weiß Facebook wer diese Seite wann besucht. Auch wenn man da gar nichts anklickt. Ich hab das schonmal geschrieben, und Heise Security erklärt nun wie das technisch funktioniert, und was man dagegen tun kann.

Zur Haltbarkeit von Webseiten:
News Corp. versucht grade vergeblich, MySpace um 100 Mio. $ zu verkaufen. Für den Preis kauft das niemand mehr - MySpace ist tot. Sie haben 2005 aber 580 Mio. Dollar gezahlt und seitdem nix verdient. MySpace existiert schon länger, war aber nicht gut genug, und ist mit dem Aufkommen von Facebook untergegangen. Google Video wurde eingestellt (auch wenn sie grade versuchen, die Videos auf YouTube zu transferieren). Die zahlreichen Webseiten die früher bei Geocities herumlagen sind im Nirvana verschwunden. StudiVZ verliert ständig Benutzer, dann gibts noch Xing, LinkedIn und was weiß ich.
Investiert nicht zuviel Zeit in solche Seiten. Von eurer Privatsphäre abgesehen wird die meisten von ihnen in 10, 20 Jahren niemand mehr verwenden. (diese Webseite selbst ist übrigens ein paar Jahre älter als Facebook)

Surf-Status (27.04.2011)

Uninteressant für die meisten außer mich: Falls ich mal wieder zum Surfen komme wärs gut zu wissen was ich denn in etwa konnte.

Da wär mal Lucy, das Short-Board: 6'1", 18 1/4', 2 1/4". Das war eine Spur zu klein für mich - zu wenig Volumen. Der Takeoff musste ziemlich sauber sein, verwehte Wellen waren schwer zum Erwischen, und bei (sehr) kleinen Wellen wars mühsam überhaupt drauf zu bleiben.

Die Semi-Gun hab' ich eh mit nach Hause genommen. Als Zweitboard für kleinere Wellen wär' ein Short-Board (>= 6'2") oder ein Fish super. Mit einem 2-Finnen-Fish ist es schwierig, sich sofort nach dem Takeoff in der Wellenwand zu halten - also gleich schräg wegzufahren anstatt erstmal etwas runterzudroppen. (keine Ahnung ob das mit 4 Finnen besser wäre, oder obs wirklich an der mittleren Finne liegt)

Epoxy-Boards (tuff lite) müssen ziemlich genau die richtige Größe haben - nicht kaufen ohne es zu probieren! Durch den höheren Auftrieb schwimmen sie mehr auf der Welle, was bei unruhigen Bedingungen stört (weniger Stabilität für Kurven, holpriger). Nachdem ich in letzter Zeit meine Boards überhaupt nicht mehr demoliert habe ists fraglich ob das überhaupt Sinn macht - der einzige Vorteil ist ja dass sie mehr aushalten (bei geringerem Gewicht).

Dinge, die mir geholfen haben:
- Bei den Turns mehr mit den Füßen (Knie!) machen (vor allem in die Knie gehen)
- Backside-Turn: Hüfte und Oberkörper drehen; Oberkörper trotzdem nach vorne geneigt; vorderen Fuß etwas etwas weniger schräg aufs Board geben
- lockere Schultern & Finger :)

Neoprenanzüge:
Mit dem billigen 4-3er war mir überhaupt nie kalt (~18° Wassertemperatur). Mit dem 2-2er & 0.5er Neopren-Shirt war mir selbst im April noch manchmal kalt, bei - je nach Webseite - 18 bis 23 °C (ich tippe auf 19-20 °C). Mehr Wärme ist gut für meine Entzündungen, also besser ein zu warmer Neo als ein zu kalter. Beim Takeoff verwende hab ich oft noch die Knie. Um nicht gleich Löcher reinzumachen sollten Neos dort gut verstärkt sein - am besten mit einer durchgehenden, glatten Gummi-Schicht, nichts Stoff/Neopren-ähnliches! Die Firewall sollte über den Kopf gezogen werden, Firewalls die nur am Rücken hochgehen bringen wenig.

Zucker (18.04.2011)

Das Lefo-Institut hat für den Stern den Zuckergehalt von Lebensmitteln überprüft. Ein paar Werte:

- Coca-Cola, Schweppes Bitter-Lemon: 11 % (40 Stück Würfelzucker pro Liter)
- Fruchtzwerge: 36 %
- Ketchup: 17-23 % je nach Hersteller
- Wagner Hawaii-Pizza: 6 % (immerhin 8 Stück Würfelzucker)
- Nestlé Fitness-Fruits Müsli (39 % Vollkorn): 29 % Zucker. Da bleibt für andere Zutaten ja nicht mehr viel Platz.
- Kellogg's Frosties: 38 % (Cornflakes: immerhin 8 %)
- Actimel: 10 % (3,5 Stück Zucker pro Becher)
- De Beukelaer Butterkeks: 28 %

Der Gewinner ist aber eindeutig:
- Hipp Früchte-Tee für die Kleinsten: 97 % (jetzt NOCH ergiebiger!)

Ich bin mit meinem exzessiven Napolitana-Konsum wahrscheinlich noch im Mittelfeld der Bevölkerung unterwegs. Besonders freut mich, dass die gesamte "Funktions-Nahrung" (Actimel, Activa-Joghurt, Fitness-Müsli, ...) durch die Bank abstinkt. Für verflüssigtes Natur-Joghurt mit Zucker zahlen die Leute den 10-fachen Preis. Und wundern sich dann wenn sie wenig Geld und viel Gewicht haben. Wie so oft sind uns die US-Amerikaner einen Schritt voraus, mit einem Durchschnitts-Konsum von 22 Teelöffeln Zucker pro Tag.

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