Nachwuchspolitiker (07.12.2011)

Die größten Pfeifen in der österreichischen Nachwuchspolitik-Landschaft derzeit sind die Piraten und der Frankie Stronach.

Die Piraten sind eine Chaotentruppe (im negativen Sinn) ohne Sachkenntnis und Diskussionskultur. Bei ihrem Stammtisch gings neben parteiinternen Intrigen auch kurz um die Flat-Tax. Die Piraten finden diese neoliberale Idee natürlich schlecht, die Aussage eines Vorstandsmitglieds: "Was macht man dann außerdem mit den ganzen Steuerbeamten?" Meine Frage ob er das grade ernsthaft als Argument gegen die Flat-Tax gesagt hat ging unter, weil der Choleriker mir gegenüber wieder vom morgigen Weltuntergang erzählte (=brüllte). Die Online-Anmeldung ihrer Webseite geht seit über zwei Monaten nicht. Aber das sieht sich derjenige der sich mit IT auskennt eh bald mal an.

Und jetzt zu Frankie. Der will Interesse an Demokratie und studentische Partizipation fördern. Und denjenigen kritischen Geistern, die nach einer ergebnisoffenen Diskussion seine Meinung übernehmen, bläst er dann ein paar Millionen Starthilfe in den Arsch.
Er faselt von der politischen Krise und ahnungslosen Politikern, und muss die Frage nach der Tobin-Tax (beim Nachfragen Finanztransaktionssteuer genannt) unbeantwortet lassen, weil er noch nie davon gehört hat.
Man fragt sich wieso bei diesem Partizipations-Kickoff niemand auch nur ein Wort über Partizipation verloren hat. Und ob das verwirrte Geplappere von Stronach an seinem schlechten Deutsch liegt, oder daran dass er einfach keine Ahnung hat.

Die Aufmerksamkeit die ihm geschenkt wird hat er trotzdem verdient. In seiner sonntäglichen Krone-Kolumne hat er seine intellektuelle Heimat gefunden. Zwischen Conchita Wurst und dem neuen Mr. Austria - "ein Feuerwehrmann so heiß wie ein Vulkan".