Atomkraft (12.04.2011)

Erstens, ein herzliches Dankeschön an all diejenigen, die damals gegen Zwentendorf gestimmt haben! Es war ja eine hauchdünne Mehrheit.

Normalerweise sind alle Bürger davon überzeugt dass so ein Unglück hierzulande nie passieren könnte. Weil unsere Atomkraftwerke viel sicherer sind, oder weil wir kein Erdbeben- oder Tsunami-Gebiet sind. Und überhaupt! So lange, bis dann ein Unglück passiert. Oder hat jemand vor dem Unglück von Fukushima mehr als 10 Japaner gegen Atomkraft demonstrieren gesehen? Ich jedenfalls nicht. Jetzt aber scheinen sie's begriffen zu haben. In Europa ist das nicht der Fall:

Bei der CDU wird täglich ausgewürfelt, ob man heute pro oder contra Atomkraft ist. Und gestern sah ich ein Interview mit einem spanischen Politiker der Partido Popular (sowas wie ÖVP Spaniens). Auf die Frage, ob man denn angesichts Fukushima nicht die Energie-Strategie überdenke? - "Nein. Das Problem in Japan sind nicht die Atomkraftwerke. Solche Probleme treten mit jeglicher Infrastruktur auf."

Wie die Geschichte zeigt: Der Mensch lernt nicht aus Geschichte (Tschernobyl). Aber ich dachte der Mensch lernt durch Zusehen (Fukushima)?